Die Blutbildung (Hämatopoese) bezeichnet die ständige Erneuerung aller zellulären Blutbestandteile. Nach der Geburt erfolgt dieser Vorgang im Knochenmark des Menschen. Täglich muss hier die unvorstellbar große Summe von 1 x 1012 neuer Zellen gebildet werden, um abgestorbene oder „aus dem Verkehr gezogene“ Blutzellen zu ersetzen. Diese große Leistung wird von einer relativ geringen Gruppe so genannter hämatopoetischer Stammzellen vollbracht. Sie sind in der Lage, sich ständig selbst zu erneuern und dabei die unterschiedlichen spezialisierten Zellen des Blutes zu erzeugen. Man unterscheidet hierbei im Einzelnen die Bildung von …
- Weißen Blutkörperchen (Leukopoese: Myelopoese/Granulopoese, Lymphopoese)
- Rote Blutkörperchen (Erythropoese)
- Blutplättchen (Thrombopoese)
Von einer sich teilenden Stammzelle ausgehend bilden sich dabei zunächst die so genannten determinierten Vorläuferzellen und dann immer weiter spezialisierte Tochterzellen aus, die letztendlich als reife Blutzellen aus dem Knochenmark ins Blut gelangen. Ein Schema der Blutbildung ist auf dem folgenden Bild zu sehen:
