Aesthetic milky way background

Mein Astrofotografiesetup 2026

Lizenzfreies Bild.

Durch mein klei­nes Smart‑Teleskop habe ich die Freu­de an der Astro­fo­to­gra­fie wie­der­ent­deckt. Des­halb habe ich beschlos­sen, noch Mal in ein moder­nes, auf Astro­fo­to­gra­fie aus­ge­leg­tes Set­up zu inves­tie­ren und damit rich­tig durchzustarten.

Als ers­tes woll­te ich eine dedi­zier­te, gekühl­te Astro­ka­me­ra ein­set­zen. Mei­ne Wahl fiel auf die ZWO ASI585MC Pro, die den­sel­ben Sen­sor wie das See­star S30 ver­wen­det. Die Kame­ra liegt preis­lich im unte­ren Seg­ment der gekühl­ten Model­le, lie­fert aber trotz­dem eine über­zeu­gen­de Leis­tung. Erst im Nach­hin­ein wur­de mir klar: Der ver­gleichs­wei­se klei­ne Sen­sor führt zu einem hohen Crop‑Faktor—vereinfacht gesagt: die Kame­ra ver­grö­ßert stark, sodass der Bild­aus­schnitt bei mei­nen bis­he­ri­gen Tele­sko­pen oft zu klein ist und vie­le „klas­si­sche“ Deep‑Sky‑Objekte nicht kom­plett aufs Bild passen.

Nach meh­re­ren Wochen Recher­che und trotz begrenz­tem Bud­get habe ich mich daher ent­schie­den, mei­nen Teleskop‑Fuhrpark zu erwei­tern und einen guten Wide‑Field‑Astrographen anzu­schaf­fen. Dabei han­delt es sich um ein klei­nes, apo­chro­ma­ti­sches Lin­sen­te­le­skop mit kur­zer Brenn­wei­te, aber optisch kor­ri­gier­tem Bild­feld. Die Wahl fiel auf das Toup­Tek Hope D60—das ers­te Tele­skop einer Mar­ke, die sonst vor allem für sehr gute und preis­wer­te Kame­ras und Zube­hör bekannt ist. Tech­ni­sche Daten und YouTube‑Reviews wirk­ten viel­ver­spre­chend, also habe ich das Tele­skop direkt aus Chi­na bestellt. Ergän­zend habe ich einen Auto­fo­kus­er von ZWO mitbestellt.

Für das Guiding—die kon­ti­nu­ier­li­che Kor­rek­tur der Nachführung—setze ich eine ZWO ASI120 Monochrom‑Kamera an einem zwei­ten, ein­fa­cher auf­ge­bau­tem Tele­skop ein. Gesteu­ert wird das Sys­tem vom ASIAIR Mini, einem por­ta­blen Steu­er­rech­ner, den man bequem per Smartphone‑App bedient.

Der­zeit ist die Aus­rüs­tung noch auf mei­ner alten Celestron CGEM mon­tiert. Die­se Mon­tie­rung arbei­tet mit einem bewähr­ten, prä­zi­sen Schne­cken­ge­trie­be, ist aber sehr schwer. Für die Zukunft pla­ne ich des­halb den Wech­sel zu einer leich­te­ren, trans­por­ta­ble­ren Mon­tie­rung mit Strain‑Wave‑Getriebe (häu­fig Harmonic‑Drive‑Mount genannt). Sol­che Mon­tie­run­gen sind meist deut­lich leich­ter und kom­men oft ohne gro­ßes Gegen­ge­wicht aus. So soll die kom­plett mon­tier­te Aus­rüs­tung künf­tig nur noch etwa 15 Kilo­gramm wiegen—deutlich rücken­scho­nen­der beim Transport.

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