Onkopedia Screenshot

Infos zu Krebs: Wikipedia versus Onkopedia

Onkopedia Screenshot.

Ich habe mei­ne Link-Empfehlungen gera­de durch den Ein­trag der Onko­pe­dia ergänzt und das gleich Mal zum Anlass genom­men, die­se onko­lo­gi­sche Enzy­klo­pä­die mit ihrem gro­ßen Namens­vet­ter, der Wiki­pe­dia zu vergleichen.

Die Online-Enzyklopädie Wiki­pe­dia dürf­te inzwi­schen all­seits bekannt sein. Ohne Zwei­fel hat das Gemein­schafts­pro­jekt Wiki­pe­dia in den letz­ten Jah­ren viel erreicht – sei­ne grund­le­gend offe­ne Struk­tur stellt aber die zum Teil durch­aus hoch­qua­li­fi­zier­ten frei­wil­li­gen Autoren auch immer wie­der vor eini­ge Her­aus­for­de­run­gen. So gibt es ins­be­son­de­re im Bereich der Medi­zin kaum einen Arti­kel, der sich nicht das eine oder ande­re Mal inhalt­li­cher Angrif­fe ‚frag­wür­di­ger Ver­tre­tern von Partikular-Interessen‘ aus­ge­setzt sieht. Mit ande­ren Wor­ten: irgend­wel­che Spin­ner ver­su­chen regel­mä­ßig, ihre abstru­sen Ideen in den Fach­ar­ti­keln unter­zu­brin­gen… Es fol­gen meist lang­at­mi­ge ‚basis­de­mo­kra­ti­sche‘ Dis­kus­sio­nen, in denen nicht sel­ten als fau­ler Kom­pro­miss die ver­meint­li­che ‚gol­de­ne Mit­te‘ gesucht wird (in Wahr­heit oft ein so genann­ter Fal­se Midd­le­ground; argu­men­tum ad tem­pe­ra­ti­am).
Letz­te­res war für mich damals sogar der Grund, mei­ne akti­ve Wikipedia-Teilnahme zu been­den. Seit mei­nen nega­ti­ven Erfah­run­gen in der Aus­ein­an­der­set­zung mit diver­sen ‚Eso-/Alternativmedizin-Autoren‘ sehe ich die medi­zi­ni­schen Infor­ma­tio­nen auf Wiki­pe­dia daher auch immer mit einer gehö­ri­gen Por­ti­on Skep­sis, da man nie sicher sein kann, ob a) die Infor­ma­tio­nen wirk­lich aktu­ell sind und b) ob sie wirk­lich den Stand des wis­sen­schaft­li­chen Kon­sens widergeben.

Logo der Onkopedia

Die Onko­pe­dia wur­de als Pro­jekt der Deut­schen Gesell­schaft für Häma­to­lo­gie und Onko­lo­gie (DGHO) im Jahr 2010 ins Leben geru­fen. Schon die Namens­ähn­lich­keit zeigt die dama­li­ge Inten­ti­on – man woll­te ein zuver­läs­si­ges Nach­schla­ge­werk für onko­lo­gi­sche Infor­ma­tio­nen schaf­fen. Aller­dings ist die gewähl­te Struk­tur grund­le­gend unter­schied­lich – alle Autoren sind aus­ge­mach­te Exper­ten auf ihrem Feld und jeder Arti­kel wird einer inhalt­li­chen Prü­fung nach dem „Peer-Review“-Prinzip unter­zo­gen. Inso­fern sind die dar­ge­stell­ten Infor­ma­tio­nen deut­lich ver­läss­li­cher, als bei Wikipedia.

Inzwi­schen ist Onko­pe­dia ein Gemein­schafts­pro­jekt der Deut­schen, Öster­rei­chi­schen und Schwei­ze­ri­schen Fach­ge­sell­schaf­ten für Häma­to­lo­gie und Onko­lo­gie (DGHO, OeG­HO, SGMO, SGH und SSH). Das Inter­net­por­tal bie­tet aktu­ell fol­gen­de Bereiche:

  • Onko­pe­dia Leit­li­ni­en – ärzt­li­che Leitlinien
  • Arz­nei­mit­tel – Zusam­men­fas­sun­gen von aktu­el­len Infor­ma­tio­nen zu neu­en Arz­nei­mit­teln mit den Ergeb­nis­sen der Zulassungsstudie(n), der Fest­le­gung des Zusatz­nut­zens und den Emp­feh­lun­gen der Fachgesellschaft(en) sowie Doku­men­te zu Wech­sel­wir­kun­gen und Nebenwirkungen
  • AYApe­dia – Infor­ma­tio­nen (nicht nur) für jun­ge Erwach­se­ne mit Krebs
  • Onko­pe­dia Pfle­ge – Leit­li­ni­en für The­men aus dem Bereich der Pflege
  • Wis­sens­da­ten­bank – Hintergrundinformationen
  • www​.onko​pe​dia​-gui​de​lines​.info – Onko­pe­dia Gui­de­lines – die eng­lisch­spra­chi­ge Ver­si­on eini­ger Leit­li­ni­en (seit 2012)

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