Der Tod einer 36-jährigen Arthtisits-Patientin in den USA hat das derzeitige Konzept der Gentherapie erneut in die Kritik gerückt. Drei Wochen nach einer experimentellen Behandlung mit genetisch veränderten Adeno-assoziierten Viren (AAV) war die Patientin J. Mohr an Multiorganversagen gestorben.
Die Obduktion ergab eine massive Pilzpneumonie, sowie eine systemische Infektion mit Herpes-simplex Virus. Ein von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA eingesetzter Untersuchungsausschuß befasst sich nächste Woche eingehend mit dem Fall, um einen möglichen Zusammenhang mit der vorherigen Gentherapie zu klären.1
Bereits 1999 war es zu einem ähnlichen Zwischenfall im Zusammenhang mit einer experimentellen Gentherapie gekommen – damals war ein 18-jähriger Patient gestorben.