Heidelberg wird Eliteuniversität

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Im zwei­ten Fina­le um den Eli­te­sta­tus deut­scher Uni­ver­si­tä­ten hat der Bewil­li­gungs­aus­schuß in Bonn ent­schie­den, dass die Ruprecht-Karls-Universität Hei­del­ber­ger den Eli­te­sta­tus erhält. Zusam­men mit Hei­del­berg wur­den auch Frei­burg, Göt­tin­gen und Kon­stanz in den eli­tä­ren Zir­kel auf­ge­nom­men. Im Okto­ber 2006 waren bereits in der ers­ten Aus­wahl­run­de die TU Mün­chen, die LMU Mün­chen und die TH Karls­ru­he zur Eli­te­uni­ver­si­tät gewählt worden.
Mit dem För­der­pro­gramm Exzellenz-Initiative soll die Spit­zen­for­schung an Uni­ver­si­tä­ten aus­ge­baut wer­den. Den Eli­te­uni­ver­si­tä­ten ste­hen für fünf Jah­re ins­ge­samt 1,9 Mil­li­ar­den Euro zur Ver­fü­gung. Der Gene­ral­se­kre­tär des Euro­päi­schen For­schungs­ra­tes, Ernst-Ludwig Win­na­cker, lob­te die Initia­ti­ve als gute Mög­lich­keit, den Wett­be­werb unter den Uni­ver­si­tä­ten zu stei­gern. Bun­des­for­schungs­mi­nis­te­rin Scha­van stell­te in Aus­sicht, dass die För­de­rung der Eli­te­uni­ver­si­tä­ten auch über das Jahr 2011 hin­aus fort­ge­setzt wird.

In der ers­ten Ent­schei­dungs­run­de war die Uni­ver­si­tät Hei­del­berg zunächst nicht mit der begehr­ten Aus­zeich­nung berück­sich­tigt wor­den. Nach­dem die Bewer­bung umfang­reich über­ar­bei­tet wur­de und infra­struk­tu­rel­le Ände­run­gen vor­ge­nom­men wur­den ist es in der neu­en Run­de nun gelun­gen, in allen drei Säu­len des Wett­be­werbs erfolg­rei­che Anträ­ge ein­zu­rei­chen. Ins­ge­samt lagen der Kom­mis­si­on 44 Anträ­ge zu Gra­du­ier­ten­schu­len (1. Säu­le), 40 im Bereich der Exzel­lenz­clus­ter (2. Säu­le) sowie acht Zukunfts­kon­zep­te von Uni­ver­si­tä­ten zur Begut­ach­tung vor. Mit ihrem Zukunfts­kon­zept „Hei­del­berg: Rea­li­sing the Poten­ti­al of a Com­pre­hen­si­ve Uni­ver­si­ty“ wur­de heu­te die Uni­ver­si­tät Hei­del­berg als Gan­zes aus­ge­zeich­net. Das pro­pa­gier­te Kon­zept der klas­si­schen Voll­uni­ver­si­tät, mit einem brei­ten Fächer­ka­non und einer inter­na­tio­na­len Aus­rich­tung, über­zeug­te die Gut­ach­ter. Mit die­sem Erfolg kön­nen in den nächs­ten Jah­ren bei­spiels­wei­se dem wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuchs in Hei­del­berg neue und bes­se­re Kar­rie­re­per­spek­ti­ven gebo­ten sowie trans­dis­zi­pli­nä­re Pro­jek­te umge­setzt werden.
Mit der Ent­schei­dung des Bewil­li­gungs­aus­schus­ses für Hei­del­berg wer­den in den nächs­ten fünf Jah­ren erheb­li­che zusätz­li­che Mit­tel zur För­de­rung von For­schung, Gra­du­ier­ten­aus­bil­dung und Dienst­leis­tung an die Ruprecht-Karls-Universität fließen.

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