First Light für das ED APO 90/500, Der Supermond!

Canon EOS100D an ED APO 90/500, Einzelbelichtung 1:100 bei ISO100.
Canon EOS1000D an ED APO 90/500, Ein­zel­be­lich­tung 1:100 bei ISO100

Ich konn­te nicht wider­ste­hen – zusätz­lich zu mei­nem Celestron C8 mit gro­ßer Brenn­wei­te habe ich mir für den mitt­le­ren Brenn­wei­ten­be­reich noch einen zweil­in­si­gen apo­chro­ma­ti­schen Refrak­tor zuge­legt. Er ist mit einem 2.5″ Crayford-Auszug mit Mikro­me­ter­schrau­be aus­ge­stat­tet und mit einer „Blen­de“ von f5.5 exzel­lent zur Astro­fo­to­gra­fie geeig­net, ins­be­son­de­re will ich mit ihm groß­flä­chi­ge Emis­si­ons­ne­bel und Stern­hau­fen fotografieren.

Sein „First Light“ hat das neue Tele­skop aber auf­grund der guten Gele­gen­heit stan­des­ge­mäß mit dem Voll­mond absol­viert. Die­ser über­strahlt im Moment sowie­so fast alle ande­ren Him­mels­ob­jek­te. Einen Schnapp­schuss mit mei­ner Spie­gel­re­flex konn­te ich mir dann auch nicht ver­knei­fen (sie­he oben). Tat­säch­lich leuch­tet der Voll­mond der­zeit so hell, wie schon lan­ge nicht mehr – sei­ne ellip­ti­sche Bahn bringt unse­ren Tra­ban­ten, wie das übri­gens jeden Monat zwei Mal geschieht, an sei­ne erd­nächs­te Posi­ti­on. Er wirkt dadurch tat­säch­lich um ca. 11% grö­ßer und leuch­tet sogar ca. 30% hel­ler, als am ent­fern­tes­ten Punkt sei­ner Bahn. Vom Super­mond spricht man dann, wenn die­se Annä­he­rung mit dem Voll­mond zusam­men fällt. Der Super­mond wird seit jeher von Eso­te­ri­kern und der Bou­le­vard­pres­se für Natur­ka­ta­stro­phen ver­ant­wort­lich gemacht. Der aktu­el­le soll für das Erd­be­ben und den Tsu­na­mi in Japan ver­ant­wort­lich sein, was natür­lich Quatsch ist. Aber zurück zum The­ma: Nach dem Mond habe ich mir noch inter­es­se­hal­ber den Saturn ein­ge­stellt, aber man konn­te trotz 2x-Barlow und 7mm Planetary-Okular nur ein klei­nes Scheib­chen mit Ring­lein erken­nen… hier ist ein­fach die Domä­ne des Celestrons – dank des­sen grö­ße­rer Brenn­wei­te sieht man ein­fach mehr :-) Aber auch wenn die Pla­ne­ten­be­trach­tung nicht gera­de die „Para­de­dis­zi­plin“ des APOs ist, hat er sich trotz­dem ganz wacker geschla­gen. Sei­ne Stär­ken wird der APO hof­fent­lich bei nächs­ter Gele­gen­heit aus­spie­len, wenn ich mich in die Geheim­nis­se des Auto­gui­dings ein­ge­fuchst habe (spä­ter dazu mehr) und dann mit lan­gen Belich­tungs­zei­ten den Nebeln und Gala­xien auf den Leib rücken kann ;-)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert