Stammzelltransplantation
Die Stammzelltransplantation bezeichnet die Übertragung von für die Blutbildung verantwortlichen Stammzellen auf den Patienten. Im Rahmen autologen Transplantation werden die eigenen Stammzellen des Patienten zunächst gesammelt und nach einer hochdosierten Chemotherapie wieder zurück gegeben. Kommen die Zellen von einer anderen Person, also einem gesunden Spender, so handelt es sich um eine allogene Stammzelltransplantation.
Autologe Stammzelltransplantation
Die autologe Transplantation von Blutstammzellen ist seit mehr als dreißig Jahren eine wichtige Stütze in der Therapie von Erkrankungen des Knochenmarks. Bei dieser Form der Transplantation werden nach einer konventionellen Chemotherapie die eigenen Stammzellen des Patienten gewonnen und tiefgefroren. Im Anschluß kann eine hochdosierte Chemotherapie durchgeführt werden, um möglicher Weise noch übrig gebliebene bösartige Zellen komplett abzutöten. Gleich darauf werden dem Patienten die aufbewahrten Stammzellen zurück gegeben, um das blutbildende System im Knochenmark wieder herzustellen.
Allogene Stammzelltransplantation
Als allogene Stammzelltransplantation – früher auch homologe Transplantation - bezeichnet man das Therapieverfahren, bei dem einem Patienten blutbildende Zellen eines gesunden Spenders übertragen werden. Hierbei wird das (erkrankte) Knochenmark des Patienten komplett ersetzt. Somit kommt die Behandlung vor allem bei Erkrankungen infrage, bei der die Stammzellen des Patienten selbst erkrankt sind. Des weiteren ergibt sich aufgrund des neuen Immunsystems ein über die Chemotherapie hinausgehender immunologischer Effekt, der gegen die Erkrankung gerichtet ist – die so genannte Graft-versus-Malignancy Reaktion.

7. Juli 2011, um 21:37 Uhr.
[...] Eine weitere Herkunftsmöglichkeit für adulte Stammzellen sind Blutstammzellen aus dem Knochenmark. Die Entnahme erfolgt mittels einer Punktionsnadel durch mehrere Einstiche in den hinteren [...]