Vitamine erhöhen Sterblichkeit
Vitamine werden vielfach als “Wundermittel” gegen eine Vielzahl von Erkrankungen (inklusive Krebs) angepriesen. Dass bisher kaum Hinweise für eine günstige Wirkung einer zusätzlichen Vitamineinnahme vorliegen, hält vermeintliche medizinische Wohltäter kaum davon ab, überteuerte Vitaminpräparate an den Mann und die Frau zu bringen. Dass es mit den vollmundigen Versprechungen nicht weit her ist, zeigt nun eine aktuelle Untersuchung - so belegt der unlängst veröffentlichte systematische Review der Cochrane Collaboration erneut, dass die Einnahme von antioxidativen Vitaminen wie beta-Carotin, Vitamin A und Vitamin E die Sterblichkeit von Patienten sogar erhöht[1]. Für Vitamin C und Selen konnte kein Beleg für eine positive Wirkung gefunden werden.
Zur gleichen Schlußfolgerung gelangte der dänische Wissenschaftler Goran Bjelankoviv in seinem bereits 2007 veröffentlichten systematischen Review zu primärer und sekundärer Prophylaxe[2]. So steigerte eine regelmäßige Einnahme von Vitamin A das Sterblichkeitsrisiko um 14%. Patienten, die regelmäßig Beta-Catorin einnahmen verstarben 7% wahrscheinlicher; einen ähnlich negativen Effekt schien Vitamin E zu haben. Bei Vitamin C und Selen zeigten sich tendenziell ähnlich ungünstige Effekte, diese waren jedoch nicht signifikant.
Literatur & Quellen- Bjelankovic G et al.: “Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases”. Cochrane Database Syst Rev. 2008;(2):CD007176. [Abstract] [zurück]
- Bjelankovic G et al.: “Mortality in Randomized Trials of Antioxidant Supplements for Primary and Secondary Prevention”. (2007), JAMA 297(8):p842-857 [Abstract] [zurück]

Kommentar hinterlassen